TIERWELT DES ETOSHA NATIONALPARKS
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Von den Big Five (Löwe, Elefant,
Nashorn, Leopard und Büffel) bietet der Etosha Nationalpark den vier
erstgenannten eine Heimat. Der letzte Büffel des Parks wurde 1950 in der Andoni-Fläche gesehen.
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Löwen sind im ganzen Park anzutreffen, aber besonders dort, wo es viel Beute gibt. Ihre Zahl fluktuiert mit der
Größe der Beutepopulation. So hatte das hohe Milzbrandsterben unter Zebras, Gnus und auch Elefanten am Ende der langen,
regenreiche Periode bis 1982 zur Folge, das die Löwenpopulation auf 500 Tiere angewachsen war. Durch das herumliegende
Aas konnten auch die schwächsten Löwen überleben, die Welpensterblichkeit war minimal. Als ab 1983 eine Trockenperiode einsetzte,
wurde die Nahrungssuche wieder schwieriger. Viele Löwen verließen daraufhin den Park und rissen Rinder auf den umliegenden Farmen.
Der augenblickliche Bestand wird auf 200 bis 250 Tiere geschätzt.
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Löwen sind die größten und geselligsten afrikanischen Katzen. Ein Löwenrudel besteht je nach Verfügbarkeit von Beute
aus 3 – 30 Tieren. Sie weisen ausgeprägte Sozialstrukturen auf und verteidigen ihr Gebiet gegen Eindringlinge. Die
dominierenden männlichen Löwen eines Rudels beteiligen sich in der Regel nicht an der Jagd, diese wird den Löwinnen
überlassen. Dennoch nehmen sich die Löwen das Recht heraus, als erste zu fressen. Zur Beute eines Löwenrudels zählen Zebras, Gnus,
Kudus, Orxy,
Giraffen und sogar Vögel, Mäuse oder Stachelschweine. Oft fallen auch Elefanten- oder Nashornkälber einem Rudel zum Opfer.
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Elefanten kommen im gesamten Park vor; der Bestand beläuft sich auf 1500 – 2000
Tiere.
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Die geselligen Elefanten leben in Familien, bestehend aus einer älteren Kuh und ihren verschiedenaltrigen Nachkommen.
Diese schließen sich oft zu Sippenverbänden zusammen und manchmal zu großen Herden von bis zu 100 Tieren. Erwachsene
Bullen bewegen sich unabhängig zwischen den Familien. Junge Kühe bleiben solange bei ihrer Familie, bis genügend Tiere
für eine neue Gruppe herangewachsen sind. Bullen bleiben bis zur Geschlechtsreife in der Familie und bilden dann
Junggesellenherden. Elefanten werden im Durchschnitt 60 Jahre, vereinzelt sogar 100 Jahre alt.
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Elefanten nehmen täglich ungefähr 230 kg an Nahrung zu sich und trinken bis zu 180 l Wasser. Daher sind sie
inzwischen für die Parkverwaltung zu einem Problem geworden, da Elefanten sehr zerstörerisch wirken können.
Sie reißen Bäume aus und können so ganze Landstriche entwalden und verwüsten.
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Die beiden hintereinander stehenden Hörner bestehen aus dichtgepressten Haaren und sind im Gegensatz zu anderen
Hornträgern mit der Haut verwachsen, nicht mit dem Knochen. Das Horn kann bis zu 1,20 m lang werden. Spitzmaulnashörner
benutzen ihre verlängerte und zum Greifen geeignete Oberlippe zum Laubäsen. Bis zu zwei Zentimeter dicke Zweige werden
dabei ohne Rücksicht auf vorhandene Dornen zerkaut. Während der Tageshitze liegen Nashörner gerne in Schlammlöchern
oder schattigen Dickichten. Spitzmaulhashörner haben die Angewohnheit, ihren Kothaufen auseinanderzutreten.
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Leoparden sind nachtaktiv und daher sehr selten im Etosha Nationalpark zu sehen, obwohl
sie über dessen ganze Ausdehnung verbreitet leben. Sie leben versteckt und bevorzugen Hügel und bewaldete Gegenden als Wohnbereiche.
Daher ist es der Parkverwaltung nicht möglich, den genauen Bestand anzugeben.
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Das beige Fell der kraftvoll gebauten Katzen ist mit schwarzbrauen Rosetten markiert. Von Natur aus sind Leoparden Einzelgänger,
verteidigen sie ihre Territorien gegen Artgenossen. Sie schleichen sich nah an ihre Beutetiere heran und greifen sie mit
einem geschmeidigen Sprung an. Bevorzugte Beute sind Springböcke, Impalas, Steinböckchen, Paviane, die Kälber von
größeren Tieren und Vögel. In der Gegend um Namutoni sind Leoparden die größten Feinde der Damara-Dikdik. Die Beute
zerren sie oft erst auf Bäume bevor sie zu fressen anfangen, um sie vor anderen Räubern zu schützen.
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